Wer an einem klaren Frühlingstag die Höhen des Armesbergs besucht, entdeckt nicht nur die weithin sichtbare Wallfahrtskirche, sondern auch zahlreiche kleine Spuren tierischen Lebens. Auf den Wiesen rund um den Gipfel zeichnen sich im Gras auffällige Erdstränge und verzweigte Gänge ab. Es handelt sich dabei um die oberflächennahen Lauf und Grabgänge von Mäusen.
Besonders deutlich werden diese Strukturen nach dem Winter. Wenn der Schnee schmilzt, bleiben die unter der Schneedecke angelegten Tunnel als lockere, wurstartige Erdlinien auf der Grasnarbe zurück. Die Tiere nutzen diese geschützten Wege, um sich vor Fressfeinden zu verbergen und auch bei kalten Temperaturen Nahrung zu suchen. Das Gangsystem verläuft oft nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche und folgt einem verzweigten Muster mit mehreren Ein und Ausgängen.
In Höhenlagen wie am Armesberg sind vor allem Wühlmäuse verbreitet. Sie ernähren sich von Wurzeln, Gräsern und Kräutern und tragen damit zur natürlichen Durchlüftung des Bodens bei. Auch wenn die Gänge für Spaziergänger ungewohnt aussehen oder den Rasen uneben machen, sind sie ein Zeichen für ein lebendiges Ökosystem. Greifvögel, Füchse und andere Beutegreifer profitieren ebenfalls von der Anwesenheit der kleinen Nager.